A.LL I.N

Kurzfilm ’18 Minuten I DE I 2025-2026 I In Festivalauswertung

Inhalt: Ein junger Mann, der seine Unsicherheit beim Online-Dating mit einer KI kompensieren möchte, muss erkennen, dass Authentizität der einzige Weg zu echten Beziehungen ist.

Dieser Film zeigt mit seiner authentischen und einfühlsamen Handschrift, wie schnell die Grenzen zwischen Selbstoptimierung und Manipulation verschwimmen.

A.LL I.N Filmplakat

Hintergrund

A.LL I.N ist ein Kurzfilm, geschrieben von Jaschar Marktanner, nach der Idee von Dennis Müller. Dennis führte Regie und produzierte gemeinsam mit Kiara Kuhn unter ANREIZ Studio in Lüneburg und Hamburg. Gedreht wurde 2025, fertiggestellt wurde der Film 2026. Aktuell befindet sich das Projekt in der Festivalauswertung.

Haupt-Besetzung

Alex – Yves Zahnd
Irina – Lil Paulin
Nora – Sophie Manus
Emma – Lucy Jo Petermann
Max – Anthony Curtis Kirby
Emily – Svenja Ruge
Sarah – Celia Müller
Finn – Timo Spandl

Haupt-Stab

Drehbuch & Casting – Jaschar Marktanner
Regie, Produktion – Dennis Müller
Producerin – Kiara Kuhn
Kamera – Elias Müller
Oberbeleuchter – Patrick Knittler, Sven König
Ton – Merlin Slamanig, Felix Müller
Aufnahmeleitung – Andrea Kasper
Editor – Wolfgang Wolmann
Colorist – Philipp Scheithauer
Music Editing, Sound Design und Mixing – Philippe Glandien

Directors Statement

Die Idee zu A.LL I.N entstand aus der Beobachtung, dass große Datingplattformen zunehmend an KI-basierten Anwendungen arbeiten, die Menschen beim Kennenlernen unterstützen sollen – etwa als eine Art digitaler „Wingman“. Mich hat dabei weniger die Technologie selbst interessiert als die Frage: Was macht das mit uns – und was bedeutet es für die Art, wie wir Beziehungen eingehen?

Mir war wichtig, diese Frage nicht dystopisch zu erzählen und dem Publikum keine eindeutige Bewertung vorzugeben. Die KI in A.LL I.N ist weder grundsätzlich gut noch böse. Auch Alex ist keine Figur, die sich eindeutig beurteilen lässt. Der Film soll Raum dafür lassen, dass jede Zuschauer seine Entscheidungen, seine Motivation und letztlich auch die Rolle der Technologie anders bewertet.

Der komödiantische Ton entstand aus dem Wunsch, der Schwere des Themas und den Ängsten, die mit künstlicher Intelligenz verbunden sein können, etwas entgegenzusetzen. Alex’ Situation besitzt eine Tragik – von außen betrachtet aber gleichzeitig auch eine gewisse Absurdität und Komik. Beides durfte für mich nebeneinander existieren.

Inszenatorisch war es mir wichtig, nah bei Alex zu bleiben und Zugang zu seiner emotionalen Welt zu schaffen. Diese Nähe soll jedoch nicht dazu dienen, ihn besonders sympathisch erscheinen zu lassen oder sein Handeln zu entschuldigen. Menschen sind widersprüchlich. Sie handeln nicht immer gut oder böse, nicht immer rational und nicht immer so, wie sie es rückblickend selbst für richtig halten würden.

Am Ende interessiert mich deshalb weniger die Frage, ob Alex „richtig“ oder „falsch“ handelt, sondern was er aus seinen Entscheidungen lernt – und ob wir als Menschen irgendwann bereit sind, aus unseren Fehlern andere Entscheidungen zu treffen.

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